Eine Woche lang regional einkaufen, kochen und essen…
…für den bewussten Umgang mit der Natur und der Klimakrise, für genussvolles und gesundes Essen, für die Betriebe unserer Region und mehr Unabhängigkeit von den globalen Lieferketten, für die Qualität von Nahrungsmitteln.
Aktionswoche Regio Challenge vom 11. – 17. September
Wie in den Vorjahren laden wir dich ganz herzlich zur Regio Challenge ein: eine deutschlandweite Aktionswoche (siehe Regio-Challenge.de). Wir wollen uns eine Woche lang regional ernähren und uns der Herausforderung stellen, dies einen Schritt konsequenter zu tun, als wir es bisher getan haben. Dazu gibt es Veranstaltungen, die durch ihre Inhalte und das Gemeinschaftserleben unterstützen. Viele davon organisiert in Zusammenarbeit mit ackern & rackern. Wir freuen uns.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Spielregeln?
Die Grundidee ist, dass wir nur das essen, was maximal eine Fahrradtour von uns entfernt angebaut wird. Es erscheint zunächst leicht, aber dann kommen Fragen auf: Was ist mit meinem Kaffee, mit Senf, Essig, Salz, Tee und so weiter? Was kann ich besorgen, ersetzen, ausleihen? Auf welche Nahrungsmittel will ich auf keinen Fall verzichten?
Jede:r entscheidet dann für sich selbst wie viele Lebensmittel, die nicht in Fahrradnähe erworben werden können, er/sie dennoch konsumiert. Die Herausforderung, Freude, Neugierde und das Gemeinschaftserleben sollen im Vordergrund stehen – also „mach mit“ bei diesem Abenteuer, die Fragen werden sich auf dem Weg klären.
Wieso regionale Produkte?
Wir leben in einer landwirtschaftlich geprägten Region. Doch wie viele von unseren täglich gekauften Lebensmitteln kommt aus der Region? Der Blick in den normalen Einkaufskorb ist erschreckend. Nur selten sind Produkte wirklich im näheren Umkreis erzeugt worden. Die meisten Lebensmittel haben schon viele Kilometer auf dem Buckel ehe sie bei uns auf dem Teller landen. Dies gilt besonders für verarbeitete Produkte.
Bekannt ist die erschreckende Bilanz eines Erdbeerjoghurts. Werden Zulieferung und Verarbeitung mit berechnet, kommen für den Joghurtbecher nach einer Studie 9.115 km zusammen. Aber auch Gemüse und sogar unser Getreide kommen meist auf viel längeren Wegen zu uns, als wir vermuten. Im Brot vom örtlichen Bäcker ist selten nur regionales Getreide und das Gemüse kommt nicht nur im Winter oft aus südlichen Ländern.
Der ökologische Fußabdruck unserer Lebensmittel ist durch lange Transportwege und Verarbeitung schwer belastet. So wird unsere Ernährung zum wesentlichen Faktor für die Klimabeeinflussung. Ca. 20% der klimarelevanten Emissionen gehen auf das Konto der Lebensmittelerzeugung.
Wie verbinde ich die Challenge am besten mit meinem Alltag?
Du kannst eine regionale Schnippelparty mit Freund:innen machen. Wenn du im sozialen Bereich arbeitest, könntet ihr eine regionale Mahlzeit kochen. In der Schule kann das Thema aufgegriffen werden. Aber ihr könntet auch in eurem Betrieb eine Woche lang Snacks aus der Region für die Pause mitnehmen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Du kannst deiner Kreativität Raum geben.
Hier würden wir uns auch über Rückmeldungen mit weiteren Ideen freuen, die wir teilen dürfen, um andere zu inspirieren.
Welche Veranstaltungen sind geplant?
- Gemeinsames Vorbereitungstreffen*
01.09 | 16.30 Uhr, bei ackern & rackern, Riepholm 3 - Radtour ins Salzmuseum Soltau
09.09 | 14.00 Uhr, abfahrt vom Marktplatz Visselhövede - Harfenkonzert mit Picknick
10.09 | 17.00 Uhr, am Visselsee beim Haus der Bildung - Sauerkraut selber machen
13.09 | 18.00 Uhr, bei ackern & rackern, Riepholm 3 - Gemüse-Schnippelparty zum Globalen Klimastreik
15.09 | 16.00 Uhr, auf dem Marktplatz Visselhövede - Abschlusstreffen*
17.09 | 17.00 Uhr, bei ackern & rackern, Riepholm 3
*Wer mitmachen will aber die Vor- und Nachbereitungstreffen nicht besuchen möchte, kann sich bei Interesse auch per E-Mail vernetzen info@isaroth.de. Die Veranstaltungen können unabhängig davon einzeln besucht werden.
Wo finde ich noch mehr Infos?
Grundlegende Infos findest du auf der Webseite der Regio Challenge selbst. Viele Adressen für regionale Produkte findest du in unserer Broschüre (Um)Weltbewusst Leben in Visselhövede. Und in den letzten Jahren gab es auch immer wieder interessante lokale Pressebeiträge zur Aktion:
- Einkauf in Fahrrad-Distanz
16.09.2020; Kreiszeitung - Neue Regio-Challenge startet im September
02.08.2021; Kreiszeitung - Ernährung zum Mitmachen
17.09.2021; Rotenburger Rundschau - Essen, das um die Ecke wächst
11.2021; bioland - Regio Challenge auf dem Visselhöveder Wochenmarkt
07.09.2022; Kreiszeitung - Visselhöveder bekommen „Bio auf einen Blick“
12.10.2022 Kreiszeitung
Wissen wo’s herkommt!
Wer Lebensmittel direkt von Betrieben aus der Region bezieht, spart Transportwege ein und wird unabhängiger von globalen Warenströmen. Das ist nicht nur in Krisenzeiten und für das Gewissen gut.
Es schafft auch Verbindungen und Verantwortung für die Region, wenn wir uns auf die Suche nach Produkten von hier und für hier machen. Gehen wir auf die Entdeckungsreise, wo unsere täglich benötigten Lebensmitteln herkommen, tut sich für viele eine neue Welt auf. Was sonst in jeder Menge und jederzeit verfügbar war, ist auf einmal nicht mehr selbstverständlich. Dafür ist es spannend näher an die Erzeugung zu kommen und mehr davon mitzubekommen, wie unser Essen entsteht.
Aus anonymen Produkten werden wertvolle und vertrauenswürdige Lebensmittel, wenn wir wissen, wo und wie sie erzeugt werden und welche Menschen dahinter stehen.
Genau hier setzt die Regio Challenge an und nimmt die Teilnehmenden auf eine besondere Reise durch ihren Landkreis mit. Und das schöne dabei ist, dass die entstandenen Kontakte über die Aktionswoche hinaus bestehen bleiben. Es webt sich ein Netzwerk – für den sozial- ökologischen Wandel! Wir freuen uns über Interessierte, die Lust haben in diesem Jahr mit dabei zu sein.

